Ausstellung,  Kurrent

Pt. 5) Meine erste Ausstellung – hinter den Kulissen: direkte 1:1-Gespräche führen

Willkommen zum fünften Behind-the-scenes meiner ersten Ausstellung! Ich habe so viel gelernt, was ich gerne mit euch teilen möchte. Heute geht es um die vielen 1:1-Gespräche, die ich dank der Ausstellung geführt habe. Etwas, das vorher nur selten der Fall war. Viel Spaß!

Die Brot-Galerie ist sehr professionell organisiert und erstellt für jede Ausstellung einen Flyer. So auch in diesem Fall. Diesen Flyer hing ich an prominenter Stelle im Gebäude meiner Angestellten-Arbeit aus. Nach dem im ersten Beitrag beschriebenen inneren Durchbruch fiel mir das sogar leicht – einige Zeit zuvor hat sich mein Magen schon bei der Vorstellung zusammengekrampft. 

Der Flyer hing also aus und ich schrieb einige E-Mails an ausgesuchte Personen(gruppen), um sie gezielt zu informieren. Allein dadurch haben sich so viele Gespräche mit Kolleg*innen ergeben, die bis dato noch nichts von meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit als Künstlerin wussten. Auch im Freundes- und Bekanntenkreis erzählte ich explizit und proaktiv von der Ausstellung. Ein völlig neues Vorgehen für mich! Und es war gar nicht schlimm 🙂 Jetzt wissen nicht nur viel mehr Menschen Bescheid, die Gespräche waren auch wieder eine super Übung, über meine Kunst zu sprechen. Und einige deuteten sogar eine mögliche Kaufabsicht an – fantastisch!

Noch bevor die Ausstellung überhaupt losging, hatte ich das Gefühl, mit meinen Bildern in der “echten Welt” angekommen zu sein. Durch die direkten persönlichen Gespräche wurde meine Arbeit auch für mich nochmals viel realer. Etwas, was ich vorher gar nicht gemerkt hatte, dass es mir ein Stück weit fehlte.

Während der Ausstellung setzte sich dies fort. Viele Freunde fragten, ob wir nicht zusammen in die Ausstellung gehen könnten – natürlich, sehr gerne! Dort erzählte ich vom Entstehungsprozess der Bilder, welche Ideen dahintersteckten und beantwortete ihre Fragen. 

Dabei ergaben sich das ein oder andere Mal auch Gespräche mit anderen Menschen, die gerade zufällig im Café waren und sich für die Bilder interessierten. 

Interessierte besuchen die Vernissage am 19.02.2026 in der Brot-Galerie.
Vernissage am 19.02.2026 in der Brot-Galerie mit vielen interessanten Gesprächen.

Die Vernissage am 19.02.2026 war ein weiteres Highlight. Viele Freunde und Bekannte kamen (auch hier hatte ich allen davon erzählt) und auch viele “neue” Gesichter, was natürlich doppelt schön ist.

Über das rege Interesse freue ich mich immer noch sehr! Ein tolles Feedback, das man online nicht so direkt erhält.

So viel habe ich noch nie über meine Bilder gesprochen. Dadurch fällt es mir jetzt nicht nur viel leichter – es macht mir sogar Spaß! 😉

Die vielen Gespräche machten noch etwas deutlich: Es gibt unterschiedliche Typen potentieller Kund*innen bzw. Interessent*innen. Manchen reicht die einfache Information “Schau gerne auf meiner Seite vorbei, hier ist der QR-Code”. Der Rest erklärt sich ihnen von selbst und auch zu den Bildern ist keine weitere Hintergrundinformation nötig. 

Die Mehrheit der Interessierten jedoch freut sich sehr über zusätzliche Information, ist meine bisherige Erfahrung. Sich die Bilder in Ruhe anschauen zu können, gerne auch “in echt” und nicht nur online, mir direkte Fragen stellen zu können, die Geschichte zu den Bildern zu hören. Auch formelle Rahmenbedingungen wie Preis, Lieferart etc. spielen eine Rolle.

Das sind wertvolle Erfahrungen, die ich versuche, in meinem Onlineshop, der Homepage generell und auch auf den sozialen Medien so gut es geht umzusetzen und einfließen zu lassen.

Die direkten Gespräche empfand ich als für beide Seiten so wertvoll, dass ich das über die Ausstellung hinaus unbedingt weiterführen möchte. Eine recht einfache Möglichkeit ist natürlich, im Alltag auf die Frage “Und was machst du so?” genau das zu erzählen. Etwas, das ich vorher kaum nutzte, weil ich mich nicht getraut habe. Eine weiterer Wunsch, von dem ich noch nicht genau weiß, wie er sich konkret umsetzen lässt, ist, bei kreativen Veranstaltungen wie lokalen Künstlermärkten o. ä. mitzumachen und meine Bilder zu zeigen. Da ich mit einem Print-on-demand-System arbeite (das ich sehr schätze!), habe ich zu Hause keinen Vorrat an fertigen Prints vorliegen, den man bei solchen Märkten anbieten könnte. Aber sicherlich wird es auch so Möglichkeiten geben, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen und interessierte Menschen zu erreichen. Ich bin auf der Suche!

Fazit

Das waren sie, die Vorbereitungen und Erfahrungen im Zuge meiner ersten Ausstellung. Eine wahre Goldgrube an Erlebnissen, aus denen ich sehr viel gelernt habe und an denen ich unglaublich gewachsen bin. Ein richtiger Entwicklungsprozess war das!

Vielen Dank für dein Interesse! Ich hoffe, die Berichte haben dich motiviert, an deinem eigenen Thema dranzubleiben und ggf. das ein oder andere umzusetzen, das sich vielleicht gerade noch schwierig anfühlt. 

Auf unsere Ziele und Träume!

Alles Liebe

Annika

Die anderen Beiträge zum behind-the-scenes der Ausstellung findest du hier:

Foto: Yvonne Lau, awo Göttingen

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EN:

Pt. 5) My First Exhibition – Behind the Scenes: Having One-on-One Conversations

Welcome to the fifth installment of my behind-the-scenes series on my first exhibition! I’ve learned so much that I’d love to share with you. Today, I’ll be talking about the many one-on-one conversations I’ve had thanks to the exhibition—something that rarely happened before. Enjoy!

The Brot Gallery is very professionally organized and creates a flyer for every exhibition. That was the case here as well. I posted this flyer in a prominent spot in the building where I work. After the inner breakthrough described in the first post, this actually came easily to me—some time before, just the thought of it had made my stomach cramp up. 

So the flyer was up, and I wrote a few emails to selected individuals and groups to inform them specifically. Just doing that led to so many conversations with colleagues who, until then, hadn’t known anything about my side gig as an artist. I also explicitly and proactively told my friends and acquaintances about the exhibition. A completely new approach for me! And it wasn’t bad at all 🙂 Now not only do many more people know about it, but the conversations were also great practice for talking about my art. And some even hinted at a possible intention to buy—fantastic!  

Even before the exhibition had even started, I felt like my paintings had finally found their place in the “real world.” Through these direct, personal conversations, my work became much more real to me as well. It was something I hadn’t even realized before—something I’d been missing to some extent. 

This continued throughout the exhibition. Many friends asked if we could go to the exhibition together—of course, I’d love to! There, I talked about the creative process behind the paintings, the ideas behind them, and answered their questions. 

Occasionally, this also led to conversations with other people who just happened to be in the café and were interested in the paintings. 

The opening on February 19, 2026, was another highlight. Many friends and acquaintances came (I’d told everyone about it, too) and there were also lots of “new” faces, which is of course doubly nice.

I’m still really happy about all the interest! It’s great feedback that you don’t get quite as directly online.

I’ve never talked so much about my paintings before. As a result, it’s not only much easier for me now—I actually enjoy it! 😉

The many conversations made something else clear: there are different types of potential customers or interested parties. For some, the simple message “Feel free to check out my website—here’s the QR code” is enough. The rest is self-explanatory, and no further background information is needed regarding the pictures either.

In my experience, however, most people are very happy to receive additional information. They appreciate being able to view the images at their own pace—preferably “in person” rather than just online—ask me questions directly, and hear the stories behind the paintings. Formal details such as price, shipping methods, and so on also play a role. 

These are valuable insights that I try to implement and incorporate as best I can into my online shop, my website in general, and also on social media.

I found the direct conversations so valuable for both sides that I definitely want to continue them beyond the exhibition. A fairly simple way to do this, of course, is to answer the everyday question “So, what do you do?” by telling people exactly that. Something I hardly ever did before because I didn’t have the confidence. Another goal—though I’m not yet sure exactly how to implement it—is to participate in creative events like local art markets or similar and showcase my artwork. Since I work with a print-on-demand system (which I really appreciate!), I don’t have a stock of finished prints at home that I could offer at such markets. But I’m sure there will be other ways to participate in these kinds of events and reach interested people. I’m on the lookout!

Conclusion

That wraps up the preparations and experiences from my first exhibition. It was a real treasure trove of experiences from which I learned a great deal and through which I grew immensely. It was a true journey of personal growth!

Thank you so much for your interest! I hope these reports have motivated you to stick with your own project and, if necessary, to implement one or two things that might still feel a bit challenging right now. 

Here’s to our goals and dreams!

Annika 

Find the other behind-the-scenes posts about the exhibition here:

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