Pt. 1) Meine erste Ausstellung – hinter den Kulissen: Die Anfrage und über den eigenen Schatten springen
Willkommen zum Behind-the-scenes meiner ersten Ausstellung! Ich habe so viel gelernt, was ich gerne mit euch teilen möchte. Heute geht es darum, wie es überhaupt zu der Ausstellung gekommen ist. Viel Spaß!
Also, wie kam es überhaupt zu dieser Ausstellung? Nun ja, mein Coach (ja, ich gehe regelmäßig zu einem Coach und empfehle es sehr!) schlug letzten Sommer vor, meine Bilder öffentlich auszuhängen und dazu Geschäfte oder Galerien anzufragen. Horrorvorstellung! Es graute mir davor, jemandem “einfach so” meine Bilder zu zeigen und zu fragen, ob sie ausgestellt werden könnten. Ich empfand es als aufdringlich, eingebildet und ja – ich hatte riesige Angst, offen abgelehnt zu werden.
Aber gut, wenn man Menschen erreichen möchte mit der eigenen Arbeit, muss man damit auch nach draußen gehen. Das wusste ich damals auch schon, aber ich habe mich nicht getraut. Und letzten Herbst dann doch. Irgendwie habe ich es nicht nur rational verstanden, sondern auch auf einer körperlichen Ebene, die sich vorher gesträubt hatte.
Auf einmal fiel es mir viel leichter, mit Menschen über meine Kunst zu sprechen und dass die Bilder zum Verkauf stehen. Vielleicht, weil ich mich das erste halbe Jahr 2025 intensiver damit beschäftigt habe, wie andere Künstler*innen das machen. Und siehe da, sie alle sprechen über ihre Arbeit: über neue und ältere Werke, welche Ideen und Gedanken dahinterstecken und ja – auch darüber, dass man sie kaufen kann. Sogar Künstler*innen, Musiker*innen und Autor*innen, die ich mag! Und nicht nur das, als Fan finde ich das sogar richtig toll, weil ich mehr über die Personen und ihre Arbeit erfahre.
Also habe ich schlicht und ergreifend online gesucht, wo man in der näheren Umgebung Bilder ausstellen kann. In Göttingen gibt es diverse Möglichkeiten: von Kunstgalerien über Cafés, behördliche Gebäude, Ladengeschäfte und noch einiges mehr. Nach einem ersten Überblick überlegte ich, was sich stimmig für mich anfühlt, wo ich mir meine Bilder gut vorstellen kann, welche Örtlichkeit mir sympathisch wäre und wo ich mir – wichtig – tatsächlich auch vorstellen kann, anzufragen.
Schließlich ging ich in ein Ladengeschäft vor Ort und sprach direkt mit der dafür verantwortlichen Person. Ein riesen, wirklich RIESEN! Schritt für mich, die sonst extrem schüchtern und zurückhaltend ist, über sich als “Künstlerin” zu sprechen. Aber, wie gesagt, man möchte ja auch vorwärtskommen und nachdem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, ging es sogar. Für andere Anfragen habe ich ein PDF mit einer Auswahl meiner Bilder zusammengestellt und per Mail an die angegebene Kontaktperson geschickt.
Zack, und dann hat es bei der Brot-Galerie der awo Göttingen direkt geklappt. Super! Der Kontakt und die Organisation waren super unkompliziert und sympathisch. Genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Ein perfekter Start für eine erste Ausstellung.
Das alles hat echt was gemacht! Auch wenn nicht jede Anfrage direkt erfolgreich war, das Ansprechen allein war eine mega Übung und beim nächsten Mal fiel es direkt schon viel leichter. Der Knackpunkt war tatsächlich die innere Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein riesiger Erfolg! Und ich bin unheimlich froh, diese krasse Hürde, die mich sehr zurückgehalten hat, überwunden zu haben. Über die Zusage der Brot-Galerie war ich natürlich völlig aus dem Häuschen – ein weiterer riesiger Schritt nach vorne!
Die Hürde überwinden, Ausstellungslocations anzusprechen und schließlich eine Zusage zu erhalten: Dies waren die beiden großen Erfolge, die sich allein aus dem Thema “Anfrage” ergeben haben. Sich mit den eigenen Ängsten und Widerständen auseinanderzusetzen lohnt sich einfach immer wieder.
Als nächstes stand die Auswahl der Werke an, die gezeigt werden sollten. Lies hier mehr darüber!
Bis zum nächsten Mal
Annika
Die anderen Beiträge zum behind-the-scenes der Ausstellung findest du hier:
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EN:
Pt. 1) My First Exhibition – Behind the Scenes: The Inquiry and Taking the Plunge
Welcome to the behind-the-scenes look at my first exhibition! I’ve learned so much that I’d love to share with you. Today, I’ll be talking about how this exhibition came about in the first place. Enjoy!
So, how did this exhibition come about? Well, my coach (yes, I see a coach regularly and highly recommend it!) suggested last summer to display my artwork publicly and reach out to shops or galleries. A nightmare scenario! I dreaded the idea of “just like that” showing my artwork to someone and asking if it could be exhibited. It felt pushy, conceited, and yes—I was terrified of being openly rejected.
But well, if you want to reach people with your own work, you have to get out there with it. I knew that back then, too, but I didn’t dare. And then last fall, I finally did. Somehow, I understood it not just rationally, but also on a physical level that had previously resisted.
Suddenly, it became much easier for me to talk to people about my art and the fact that the paintings are for sale. Maybe because during the first half of 2025, I spent more time observing how other artists do it. And lo and behold, they’re all talking about their work: about new and older pieces, the ideas and thoughts behind them, and yes—even the fact that you can buy them. Even artists, musicians, and authors I like! And not only that, as a fan, I actually think it’s really great because I get to learn more about the people and their work.
So I simply searched online to see where I could exhibit my artwork in the local area. In Göttingen, there are various options: from art galleries to cafés, government buildings, retail stores, and much more. After getting an initial overview, I thought about what felt right for me, where I could easily picture my artwork, which location I’d like, and—most importantly—where I could actually bring myself to ask.
Finally, I went to a local store and spoke directly with the person in charge. A huge, truly HUGE! step for me—someone who is usually extremely shy and reserved—to talk about myself as an “artist.” But, as I said, you want to make progress, and once I got used to the idea, it actually worked out. For other inquiries, I put together a PDF with a selection of my artworks and emailed it to the contact person listed.
And just like that, it worked out right away with the Brot-Galerie at awo Göttingen. Awesome! The communication and organization were super straightforward and friendly. Exactly what I’d hoped for. A perfect start for my first exhibition.
It all really made a difference! Even though not every inquiry was successful right away, just reaching out was a huge learning experience, and it was already much easier the next time around. The key was actually coming to terms with the subject matter on a personal level. A huge success! And I’m incredibly glad to have overcome this massive hurdle that had been holding me back so much. I was, of course, absolutely thrilled about the Brot-Galerie’s acceptance—another huge step forward!
Overcoming the hurdle of reaching out to exhibition venues and finally receiving a confirmation: these were the two major successes that came solely from the process of “making inquiries.” Confronting your own fears and resistance is always worth it, time and time again.
Next up was selecting the works to be displayed. Read more about it here!
Until next time
Annika
Find the other behind-the-scenes posts about the exhibition here:


